Gesundheit
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Was passiert mit den Gelenken nach dem 50. Geburtstag? Eigentlich nichts – und doch eine ganze Menge

Was passiert mit den Gelenken nach dem 50. Geburtstag? Eigentlich nichts – und doch eine ganze Menge

Der 50. Geburtstag ist keine magische Grenze, nach der sich unsere Gelenke über Nacht verändern. Das Gelenk ist vor und nach dem Fünfzigsten immer noch dasselbe Gelenk und braucht im Grunde dasselbe – Bewegung, kräftige Muskeln, eine angemessene Belastung, hochwertige Ernährung und Regeneration.

Mit den Jahren verändert sich jedoch allmählich seine Fähigkeit, Belastungen zu bewältigen und seine Strukturen zu erneuern. Die Knorpelzellen reagieren nicht mehr so wie in jungen Jahren, die Eigenschaften des Knorpels selbst verändern sich, und ohne regelmäßige Bewegung kann auch die Muskelkraft abnehmen, die den Gelenken wichtigen Halt gibt.

Das bedeutet also nicht, dass wir nach dem Fünfzigsten eine völlig andere Gelenkpflege brauchen. Wir müssen nur konsequenter bei dem bleiben, was ihnen ein Leben lang gutgetan hat.

Und gerade deshalb kann der Fünfzigste ein guter Moment sein, sich eine einfache Frage zu stellen: Gebe ich meinen Gelenken wirklich, was sie brauchen?

Bewegung tut den Gelenken gut

Wenn das Knie oder die Hüfte zu schmerzen beginnt, ist es eine natürliche Reaktion, das Gelenk möglichst zu schonen. Langfristige völlige Ruhe muss jedoch nicht die Lösung sein.

Kräftige Muskeln helfen, das Gelenk zu stabilisieren, und übernehmen einen Teil der Belastung. Regelmäßige Bewegung hilft außerdem, den Bewegungsumfang, die Koordination und die Sicherheit beim Gehen zu erhalten.

Dafür muss man keinen Marathon laufen. Für die meisten Menschen eignen sich zum Beispiel:

  • zügiges Gehen,
  • Radfahren,
  • Schwimmen oder Bewegung im Wasser,
  • einfaches Krafttraining,
  • Übungen für Stabilität und Bewegungsumfang.

Wichtiger als die Intensität sind Regelmäßigkeit und eine schrittweise Steigerung der Belastung.

Das Gewicht spielt eine größere Rolle, als man denkt

Jedes zusätzliche Kilogramm Körpergewicht bedeutet eine weitere mechanische Belastung, vor allem für die tragenden Gelenke wie Knie und Hüften.

Ein angemessenes Körpergewicht ist daher nicht nur für das Herz oder die Stoffwechselgesundheit wichtig. Es hilft auch, die tägliche Belastung des Bewegungsapparats zu verringern.

Ebenso wichtig ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichend Eiweiß, Vitaminen und weiteren Nährstoffen, die der Körper für die normale Funktion von Muskeln, Knochen und Bindegewebe benötigt.

Schmerz ist nicht immer ein Signal zur Ruhe

Gelegentliche Steifheit nach längerem Sitzen oder das Gefühl, morgens erst „in Gang kommen“ zu müssen, treten mit zunehmendem Alter recht häufig auf. Anhaltende oder sich verschlimmernde Schmerzen sollte man jedoch nicht einfach dem Alter zuschreiben.

Kommen Schwellung, Rötung, ausgeprägte Morgensteifigkeit oder Bewegungseinschränkungen hinzu oder halten die Schmerzen an, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Nicht jeder Gelenkschmerz bedeutet Arthrose, und die richtige Bestimmung der Ursache ist die Grundlage einer geeigneten Versorgung.

Und was ist mit Gelenknahrung?

Nahrungsergänzungsmittel können ein Bestandteil der langfristigen Pflege sein, sollten aber weder Bewegung noch ein gesundes Gewicht noch eine ärztlich empfohlene Behandlung ersetzen.

Zu den im Zusammenhang mit Arthrose untersuchten Stoffen gehört zum Beispiel ASU – die unverseifbaren Bestandteile von Avocado- und Sojaöl. In der Fachliteratur wird ASU zu den langsam wirkenden Substanzen gezählt, die in der Arthrosebehandlung eingesetzt werden. Ihr Prinzip ist keine sofortige Wirkung nach wenigen Stunden – eine mögliche Wirkung wird bei längerer Einnahme beurteilt.

Für den normalen Zustand der Knorpel ist auch Vitamin C wichtig, das zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knorpel und Knochen beiträgt.

Was schätzen unsere Gelenke nach dem Fünfzigsten also am meisten?

Kein einzelnes Nahrungsergänzungsmittel, keine Übung und kein Lebensmittel kann eine umfassende Pflege ersetzen. Am sinnvollsten ist die Kombination aus regelmäßiger Bewegung, ausreichender Muskelkraft, angemessenem Körpergewicht, abwechslungsreicher Ernährung und Regeneration.

Der Fünfzigste muss also nicht der Beginn des „Gelenkeschonens“ sein. Im Gegenteil: Er kann ein guter Zeitpunkt sein, ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken – damit sie uns so lange wie möglich ein aktives Leben ermöglichen.

Dieser Text dient ausschließlich der Information und Bildung und stellt weder eine kommerzielle Mitteilung noch Werbung dar. Etwaige nährwert- oder gesundheitsbezogene Angaben erfolgen ausschließlich im Einklang mit der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006. Die Informationen beruhen auf einer Zusammenfassung verfügbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung oder eine fachärztliche Betreuung.

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